Doch sechs Zyklen wegen Krebszellen? Unsicherheit

Ein Ultraschall im dritten Zyklus der Chemotherapie ergab, dass noch einige Lymphknoten vergrößert sind. Sind dies noch Krebszellen? Nun entscheidet die Studienzentrale, ob es trotz meines Zwischenstaging vier oder sechs Zyklen gibt…

Dritter Zyklus – Der Anfang

Die ersten Infusionstage des dritten Zyklus verliefen wie im zweiten Zyklus auch. Während meines ambulanten Aufenthaltes hatte ich wieder das Glück, in einem kleinen Raum mit nur zwei Liegen zu sein, so musste ich keine Angst haben angehustet zu werden oder mich durch das ständige Kommen und Gehen gestört fühlen. Außerdem lernte ich einen älternen Herren auf der Liege neben mir kennen und unterhielt mich drei Stunden mit ihm. Er hatte mich angesprochen, nachdem mein Arzt mir zu meinem guten Zwischenstaging beglückwünscht hatte. Er selbst war schwerer erkrankt und wurde palliativ behandelt. Das lange Gespräch mit dem Herren war sehr nett und handelte eher weniger von Krankheiten, sondern über seine Erlebnisse und viele alltägliche Dinge…

Immerhin absolute Ruhe…

Ansonsten fühlte ich mich die ersten Tage sehr schlapp und ein bisschen Übelkeit war auch wieder mit dabei. Zum Glück konnte ich aber ganz normal Essen, es war alles aushaltbar.

Bis Tag 8 des Zyklus ging es mir ganz normal. Manchmal schwankte meine Körpertemperatur ein bisschen stärker als sonst, aber alles blieb in einem angemessenen Rahmen. Auch Nebenwirkungen hatte ich keine Weiteren.

Ein Ultraschall wirft Fragen auf 

Am achten Tag ist es für Studienpatienten üblich, ein kurzes Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu führen, was ich auch gerne tat, da ich sowieso ein paar kleine Fragen hatte. Der Arzt zeigte mir auch die Bilder aus dem PET-MRT , bisher hatte ich nur ein Übersichtsbild gesehen. Trotz der wenigen Nebenwirkungen, die ich von denen ich ja zum Glück nicht so viele habe, wirkt die Therapie wirklich gut. Leuchtende Krebszellen konnte man wirklich nicht mehr erkennen, überhaupt gar kein Vergleich zu vor der Therapie. „Man sieht, es ist kein Wasser.“ sagte mir der Arzt, trotz meiner Nebenwirkungsfreiheit. Er sprach von einem „perfekten Verlauf“, was mich wirklich glücklich machte. 

Vergrößerte Lymphknoten im Ultraschall (Beispielbild)

An der Stelle, an der mir ein Lymphknoten entnommen wurde, konnte man auf dem PET-MRT doch eine kleine leuchtende Stelle erkennen, die allerdings wohl ein Artefakt darstellte. Trotzdem wollte er sich meinen Hals und die betroffene Stelle nochmal unter dem Ultraschall ansehen. Dabei sah man ganz eindeutig noch sehr viele Lymphknoten. Diese waren nicht besonders groß oder auffällig, aber eben noch da. Da sie unter dem PET-MRT allerdings nicht leuchteten, sind wohl keine lebenden Krebszellen mehr enthalten – zumindest soweit ein PET-MRT dies beurteilen kann.
Da die vergrößerten Lymphknoten Tumorgewebe enthalten, ist es normal, dass diese nicht von jetzt auf gleich komplett verschwinden, es kann einige Zeit dauern bis sie sich auflösen. Das Fazit des Arztes war also zu warten und, auch während der zukünftigen Nachsorge, öfter mal per Ultraschall zu kontrollieren.

Die Ultraschallbilder hat er zusätzlich zur Studienzentrale geschickt, nun liegt es an ihnen, ob es vier oder sechs Zyklen werden. Das Ergebnis dauert noch noch ca. eine Woche…

Bildquelle: 
Drahreg01,https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lymphadenitis_mesenterialis.jpg

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3 Antworten

  1. 11. Februar 2020

    […] Doch sechs Zyklen? Unsicherheit – Hodgkin-Blog von Morris 7. Dezember 2018 […]

  2. 11. Februar 2020

    […] 1 […]

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